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Anja

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25.07.2005, 17:38
 

Fragen in Sachen Erziehung des TWH (Haltung, Erziehung und Ausbildung)

Thread gesperrt

Hallo,
ich bin Hundefreund- und Besitzer und lese manchmal auf diesen Seiten, denn mich interessiert alles, was Mensch-Hund betrifft.
Die Hunde, die bei Ihnen leben, scheinen ein herrliches Leben zu haben. Ich bin froh über jedes glückliche Tier. Wie wir wissen, gibt es ja auch die vernachlässigten, gelangweilten, unterforderten Hunde. Solche kenne ich viele.
Jetzt auch einen jungen TWH. Sein ca. 1/2 jähriges Leben sieht so aus: an der Leine zerrende Spaziergänge, viel allein sein in Haus (leeres Zimmer, dass nichts kaputt geht) und Auslaufzwinger, nur kurze fröhliche Zusammensein mit seinen Menschen im Garten - dann wieder nur rumhocken - aber zumindest darf er immer wieder spielen mit anderem Junghund. Doch ich finde diese Art der Haltung nicht in Ordnung.

Ich denke, ich habe es doch richtig verstanden, dass Sie alle ihre Wolfshunde seit "Kindesalter" auch frei mit sich laufen lassen bei Spaziergängen und ums ungesicherte Haus herum usw.? Wenn auch mit mehr Mühe als bei anderen Rassen kann der TWH doch dazu erzogen werden, dass er bei seinem Menschen bleibt ? Haben Sie mit der Erziehung gleich im jüngsten Welpenalter angefangen, wie man es bei anderen Rassen auch macht? Logisch, denke ich !
Über Infos von dem einen oder anderen würde ich mich freuen, denn ich will ja nichts falsches über TWH-Haltung und Erziehung sagen, wenn ich mich über diesen - bis jetzt noch - tollen Hund unterhalte.
Danke
Anja

daddi1967(R)

25.07.2005, 18:20

@ Anja

Fragen in Sachen Erziehung des TWH

 

Hallo Anja,

also ich hab keinen reinen TWH, sondern einen Mix! Rex ist schon so, dass er -sobald es im Gebüsch raschelt, muss er wissen was es ist und stürzt hin (sofern er frei läuft!).
Ist es etwas das wegrennt oder fliegt -> dann nix wie hinterher!

Mittlerweile ist er an einer 10Meterleine, die er hinter sich herzieht und so stoppe ich ihn sofort, wenn er auch nur den Ansatz zeigt sich für irgend etwas abseits des Weges zu interessieren!
Erst das Kommando "HIER" (zählen: eins .. zwei) und dann auf die Leine treten! Rex hat mittlerweile gelernt, dass ich ihn auch auf Distanz "erreichen" kann! ;-) Also kann er ja nicht weg!

Noch traue ich mich nicht die Schleppleine wegzulassen .... Rex hat aber so einen guten Gehorsam - also abliegen im Körbchen oder auch auf dem Platz .. das funktioniert gut! Ebenso der Grundgehorsam, wie Sitz, Platz, Fuß ...
Nur Rex ist allenfalls 1 - 2 Stunden am Tag alleine (und dann mit Unterbrechungen!) Gerade mal zum Einkaufen - falls ich ihn nicht mitholen kann! Oder aber auch wenn Arztbesuche oder so anstehen! Wenn die Kinder zum Sport gehen, nehme ich ihn mit! Wenn ich so draußen bin auch! Wenn ich Freunde besuche und die nix dagegen habe - nehm, ich ihn mit! Zu meiner Schwester und der Hunden darf er auch mit!

Also bleibt er nur alleine, wenn es unumgänglich ist!

Der Hund ist ein Familienmitglied und so wird er auch behandelt (trotzdem ist und bleibt er Hund!) -> ohne dass er vermenschlicht wird!

Rex ist fremden Menschen gegenüber sehr misstrauisch! Manchmal knurrt er die Leute sogar noch an! Was ich natürlich nicht dulde, dann schimpfe ich mit ihm und leg ihn ab! Immer wenn er sich daneben benimmt, lasse ich ihn einige Unterordnungsübungen machen - zeige ihm so, dass er gehorchen soll und ich über ihm in der Rangordnung stehe! Er weiß dass er keine Leute "anmachen" darf und schaut dann auch ganz geknickt... durchgehen lasse ich solche "Ausrutscher" trotzdem nicht!

Aber so wie Du schreibst ist der TWH ja "noch" lieb ;-) warum sollte sich das ändern???

Rex ist aus dem Tierheim und hatte es wohl zuvor nicht so arg gut! In geschlossenen Räumen reagiert er komisch auf fremde Menschen (Knurren - zurückweichen und auch anbellen).

Aber wir arbeiten daran! Demnächst bekomme ich viel Besuch von Hundeleuten - zu Hause oder wir treffen uns in der Eisdiele, ich besuche (mit Maulkorb natürlich) das SaarparkCenter, das ist ein großes Einkaufszentrum mit vielen Geschäften (dort kann man mit Hund durchgehen), wir fahren Zug und müssen dann auch in Saarbrücken am Hauptbahnhof aussteigen ... mal sehen was wir so alles mit ihm anstellen!

Auf dem Sportplatz ist er ganz friedlich und wenn noch so viele Leute da sind - dort sind die Bälle viel interessanter als alles andere! Außerdem kann Hund "flüchten" es ist alles groß und weit!

Lieben Gruß

Steffi

Anja(R)

26.07.2005, 12:35

@ daddi1967

Fragen in Sachen Erziehung des TWH

 

Hallo Steffi, danke für dein Schreiben.
Warum schreibe ich, dass dieser Hund "noch lieb" ist? - Weil ich befürchte, dass viel mit dem jungen Tier falsch gemacht wird, was die Bindung an seine Menschen betrifft. Ein junger Hund braucht Halt und Führung genau wie ein Kind, denke ich. Er erlebt aber ängstliche unsichere Menschen, die keine Erfahrung, keine Vorstellung, keinen Plan haben (oder den falschen Plan). Sie beschäftigen sich lang nicht genug mit ihm. Dieser Hund hat ein Temperament, eine Energie, eine Lust auf Aktion, eine Fähigkeit zu Akrobatik und Eleganz, wie ich es noch nie bei einem Hund gesehen habe. Ein faszinierendes Tier! Bisher konnte er seine energiegeladene Natur höchstens im Welpenspiel ausleben, wenn das überhaupt reicht. Ich sehe keine Anzeichen von Müdigkeit mehr danach - beim anderen Welpen allerdings auch nicht. Irgendwann wird dieser Spieltrieb vergangen sein, die überschwengliche Energie aber bleibt. Ich kann nur hoffen, dass seine Halter aktiver werden. Natürlich kann so ein unausgelastetes Tier, das auch noch zu viel allein ist, emotional verkümmern, auch schwierig werden - vielleicht an der Kette enden......o.ä. Das täte mir so leid. Und es würde auch nicht zu einem hundefreundlicherem Deutschland beitragen. Allerdings will ich gar nicht so schwarz sehen.
Mit meiner Frage wollte ich erfahren, ob ich mit meiner Meinung, dass auch TWH`s eine frühe konsequente und liebevolle Erziehung brauchen, so falsch liege. Diese THW Besitzer machen nichts von alledem. Ja doch, sie sind schon liebevoll.
Bis dann
Anja

birgit

bretten,
26.07.2005, 17:40

@ Anja

Fragen in Sachen Erziehung des TWH

 

Ein TWH braucht eine konsequente und liebevolle Erziehung,
auch ist eine ausreichende Beschäftigung und bei Welpen eine extrem gute Sozialisierung wichtig.
Wie soll ein Hund lernen nichts kaputtzumachen, wenn es nichts gibt.
Ein Hund muss eben Schrittweise und mit Geduld ans alleine sein gewöhnt werden.
Gruß Birgit

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