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Mischlinge (Allgemeines über Wolfshunde)

verfasst von koboldine(R), 28.04.2011, 22:14

» Ich hatte ja extra geschrieben bzw. gefragt, warum man unten den vielen AWhs nicht einen mal einkreuzen kann, der in Aussehen und Wesen dem TWH gleicht. Denn die gibt es.Dadurch hätte man mit einem Schlag das leidige Inzuchtproblem vom Hals.

Weil nicht das Aussehen DIESER einen Generation zählt... sondern die Kombi, wie es dazu über Generationen gekommen ist.

» ...so kommt es immer wieder vor, dass trotz mit Auszeichnung versehener Eltern ein Hund dabei herauskommt ,der in Aussehen und/oder Wesen nicht dem Rassestandard entspricht und nicht zur Zucht zugelassen wird. [...] es kann bei der Vielzahl der genetischen Verknüpfungsmöglichkeiten tatsächlich ein Wesen dabei geboren werden, dass viele Eigenschaften seiner Urahnen im Erscheinungstyp trägt, was nicht erwünscht ist.

Hier beantwortest Du dir die Frage selbst: nur weil ein AWH vom "Schlag" TWH-Aussehen ist, hat er doch eine differenzierbare genetische Kombi, die dazu geführt hat - und die ist eben nicht die, die beim TWH zu dem ähnlichen Ergebnis führt. Somit werden "bunte" Nachkommen erzeugt, die zumindest vom Genotyp Fellfarben mitbringen, die beim TWH nicht existieren. Was macht man dann? Wie sieht es heute mit dem von Dir hier - warum auch immer - angeführten Tierschutz aus? TWH in weiß oder schwarz sind nun mal nicht erwünscht. Auch die Masken der AWH sind nicht TWH genotypisch sondern höchstens phänotypisch.

So, und nu mal Tacheles: WAS willst Du diskutieren? Du machst drei Punkte in einem auf, polemisierst ohne biologische Basis - denn der Genpool der TWH ist *noch* groß genug, um nicht inzüchten zu *müssen*, das passiert noch bei Vermehrung und im auf eine Generation beschränktem Selektieren (denn ein Züchter wird nach einem solchen Wurf wieder out-crossing betreiben); sprichst dem "Hausherren" dieses Forum das Diskussionsniveau ab - welches Du versuchst auf einer Ebene mit "Vermehrung statt Zucht" zu bringen; und zur Krönung versuchst Du latent zu unterstellen, dass TWH-Zucht als tierschutzrechtlich relevant zu betrachten wäre. Ich glaub' nicht, dass so eine sinnvolle Diskussion entstehen kann...

Klar sind die Ansichten polarisch - welches Interesse auch immer Du vertrittst ( das geht mir hier bisher nicht auf ).
Wenn Du - wie im Anfangspost beschrieben - eine neue Rasse kreieren möchtest, schließ' dich doch mit dem patentrechtlich geschützten "Wolfhund-Typ" Züchter an. 
Wenn es Dir um Tierschutz geht, frage ich mich ernsthaft, ob Du dir je Gedanken gemacht hast, wie AWH HEUTE noch selektiert werden... 
Wenn es Dir um TWH-Zucht in D geht, mach Dich doch erstmal schlau über die Auswahlkriterien und Intensionen der ZÜCHTER in D - deren Ideen sich "noch" gut sehen lassen können - auch ohne zum Vermehrer zu werden.

Ich sehe z.B. nichts verwerfliches daran mit meinem Hund stundenlang zu einem anderen TWH Halter oder in einen kurzen Urlaub zu fahren - auch ohne Deck-Intension, warum sollte es dann zu einem Tierschutzfall werden, wenn die Deck-Intension dazu kommt? Rhetorische Frage- bedarf keiner Antwort, denn die würde nicht mehr der Logik folgen.

Deine Ausführung zum Wright in Ehren,   jedoch sind die meisten Verpaarungen der letzten drei Jahre drunter "gerutscht" - eben weil drauf geachtet wird. Ausnahmen gibt es, da greife ich auf das oben Genannte zurück: spich mit dem entsprechenden Züchter.

Was die Hüftauswertungen betrifft: HD wird genetisch disponiert, ja. Jedoch wird ein Großteil auch "antrainiert" durch "falsches" Bewegen eines im Skelettaufbau befindlichen Tieres. Auch wenn der TWH hoffentlich kein Modehund werden soll, wäre es ratsam die PenHip hier einzuführen, um ein realeres Bild der vererbten HD zu bekommen! Was wiederum nicht bedeutet, dass ein C ausgewerteter Hund nur im Fall einer besseren Genmischung hinzu genommen werden sollte - es sei denn die beteiligten Züchter wissen, dass der Ursprung der C Auswertung die Haltungsbedungungen waren.

Zu guter Letzt: EINE einzige Einkreuzung erweitert den Genpool nicht derartig, dass man sich für Generationen darauf "ausruhen" könnte. Somit müssten mindestens zwei neue Linien geschaffen werden, die mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit (rein biologisch gesehen) über Generationen im Out-Crossing gehändelt werden müssten - bevor sie effektiv eine Genpoolerweiterung darstellen könnten. Das würde jedoch voraussetzen, dass man ausschließlich auf FCI Standard Farbe zieht ( und die Hypothese beinhalten, dass die genetische Anlage für Fellart und -Farbe gleichen kombinatorischen Ursprungs sei), wobei ein relativ großer Teil an "Ausschuss" ab der zweiten Generation nach TWH x AWH anfällt, was wiederum tierschutzrechtlich zu Bedenken führen kann....

Rasse funktioniert durchaus länger als Du offensichtlich annimmst; vielleicht setzt Du dich mal mit per se ingezüchteten Rassen anderer Arten auseinander, nur um einmal über die Zeitspannen zu reflektieren.

Insgesamt wäre weniger polemische Rhetorik und weniger Anspielen auf Dogmen, dafür ein Mehr an fundierten Informationen hilfreich, um überhaupt zu einer Diskussion zu kommen. 
Schönen Abend ;-)      

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